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Aus Dringlichkeit hier ein Bericht von der Umwelt-/ Bau-/ und Planungssitzung vom 27.11.2017

Als Vorabinfo:

Die Gemeinde Drestedt hat im Flächennutzungsplan eine Gewerbeerweiterungsfläche neben der Spedition Martens vorgesehen. Diese war ursprünglich dazu gedacht, den Betrieben aus Drestedt eine Erweiterungsmöglichkeit zur Verfügung zu stellen. Vor kurzem wurde auf Beschluss des Gemeinderates der WLH- Wirtschaftsförderungsgesellschaft, zugehörig der Landkreis Harburg GmbH, unverbindlich eine Anfrage gestellt, ob Interesse zur Vermarktung bestehe.

In der gestrigen Sitzung wurde nun das Konzept der WLH vorgestellt.

Die WLH hat die Fläche eigenständig um ca. 12000m² erweitert!

Somit haben wir eine Gesamtfläche von 40000m² / 4ha.

Es sieht so aus, als wenn die Mehrheitsfraktion im Rat diese große Fläche durchwinken will.

Wir als FLD sehen eine Gewerbeansiedlung in dieser Größenordnung mitten im Dorf als nicht erstrebenswert an.

Wir begründen dieses wie folgt:

  1. Gewerbegebiete dieser Größenordnung gehören an die Ortsränder mit Anschluss an eine Bundesstraße und Autobahn. Hier soll der Verkehr durch den Ortskern an die B75 geführt werden; dieses bedeutet ein stark erhöhtes Verkehrsaufkommen von LKW/ Transportern und PKW auf der Kreisstraße. Es bedeutet auch mehr Verkehr vor der Grundschule Trelde.
  2. Es besteht bei einer Gewerbefläche auch die Möglichkeit einer nachtaktiven Betriebsstruktur, bei welcher der Zuliefer- und Ablieferverkehr auf der Kreisstraße stattfindet.
  3. Noch ein Grund, warum wir nicht so eine große Fläche zur Verfügung stellen sollten ist, dass die Gemeinde ein finanzielles Restrisiko trägt, das von mir geschätzt bei über 1.000.000,-€ bei Nichtvermarktung der Flächen liegt.
  4. Als Argument für Gewerbegebiete wird oft angeführt, dass die Gewerbesteuer eine wichtige Einnahmequelle ist. Fakt ist, dass die Gewerbesteuer für die Gemeinde nicht mehr so wichtig ist, da von der Steuer hauptsächlich der Kreis und die Samtgemeinde profitiert.

Wir als Gemeinde leben hauptsächlich von der Einkommensteuer der hier wohnenden Bürger.

Muss sich die Gemeinde, ohne Not unter diesen Voraussetzungen solch ein Gewerbegebiet leisten?

Wir sind der Meinung: wir sind ein Dorf mit gewachsenen Strukturen, wo sich so gut leben lässt.

Große Gewerbegebiete gehören nicht in unser Dorf!

Anmerkung: Am 04.12.2017 um 20:00 Uhr befasst sich der Gemeinderat mit diesem Thema. Ich bitte alle Befürworter unserer eingenommenen Position gegenüber dieser oben erläuterten Thematik um Unterstützung/rege Beteiligung.

Bei Fragen stehe ich Euch/Ihnen natürlich gern zur Verfügung.

Jürgen Cohrs



Bericht zur öffentlichen Ratssitzung vom 16. Februar 2017

Der Rat der Gemeinde Drestedt hat sich am 16.02.2017 im Landhaus getroffen.

I. Überblick „Neues aus der Samtgemeinde“

Der Bürgermeister berichtete aus der Verwaltung, dass die Gemeinden ab dem 01.01.2017 umsatzsteuerpflichtig sind, es gibt die Option bis 2020 alles bei dem alten System zu belassen. Diese Option wird in der Samtgemeinde angewendet. Er berichte weiter über den Neubau des Rathauses in Hollenstedt: Tendenz zum Neubau; kein Ankauf eines bestehenden Gebäudes.

II. Gemeindebelange

Ein Punkt war auch die Bauleitplanung, hier wurde beschlossen, dass die Öffentlichkeit und die Träger öffentlicher Belange frühzeitig beteiligt werden (öffentl. Auslegung; einstimmig).

Die geplante Homepage der Gemeinde wurde im nächsten Punkt von Ronny Engelmann als IT-Fachkundigen und Till Franzen, u.a. im AGEV tätig, vorgetragen. Es wurde diesbezüglich das Angebot der Firma megorei Software GmbH angenommen (einstimmig).

Der Haushalt 2017/2018 wurde auch beschlossen (einstimmig).

Diverse Zuschüsse für Vereine und Verbänden wurden genehmigt (einstimmig).

Ferner war ein weiterer Punkt: Umstellung der Straßenlaternen auf LED. Es gab Angebote der Firma Maack und Firma Bellut; Auftrag für die Firma Bellut, da wesentlich kostengünstiger (einstimmig).

Im Punkt „Fragen und Anregungen“ habe ich den Punkt „Straße zum Bauernholz“ angesprochen! Zum Verständnis: Das Oberflächenwasser der Straße läuft auch zu der bebauten Seite, wodurch sich ein so großer See an der Straßenkante bildet, welcher den Zugang zu den Wohnungen/Häusern (Aussage der Anlieger) erschwert.

In der Ratssitzung wurde auf meine Nachfrage durch den Bürgermeister und unseren Bauausschussvorsitzende mitgeteilt, dass bei einem Treffen mit der ausführende Firma keine Mängel festgestellt werden konnten!

Im gleichen Zuge hat die Firma ein Angebot über Beseitigung des Misstandes angeboten! (Kosten belaufen sich auf circa 8.000 € !). Die Straße ist aber erst ca. 3,5 Jahre alt. Bei dieser Summe bin ich der Meinung, dass hier genau geprüft werden muss, ob nicht doch eine fehlerhafte Ausführung der Baufirma vorliegt oder woran es liegt, dass die Straße nicht nur ein einseitiges Gefälle zum Entwässerungsgraben bekommen hat. Ich habe den Bürgermeister per Mail am 17.02.2017 gebeten, in die Verträge zu schauen und festzustellen, welche Gewährleistungsfrist hier greift (BGB- VOB).

Zwei weitere Punkte hatte ich noch bei der Sitzung betont: Die Entwässerungsrinne der Kreisstraße, die so zugewachsen ist, dass bei starkem Regen das Wasser auf der Kreisstraße steht sowie neue Schilder an den Ortseingängen mit Hinweis „eingeschränkter Winterdienst“ (dadurch wird die Haftung der Gemeinde begrenzt).

Sollten Bürger Fragen zur Ratsarbeit oder Vorschläge/Anliegen zu der Gemeinde Drestedt haben, scheuen Sie sich nicht, einen von uns anzusprechen. Sie können auch auf dieser Seite unser Kontaktformular benutzen. Wir sind bestrebt, Ihre Fragen und Anliegen zeitnah zu beantworten und zu bearbeiten.

Bis zum nächsten Mal

Jürgen Cohrs